Thomas Rößler

Mentor für Vermögen mit Sinn

Warum bei Scheidung oft nicht das Recht entscheidet

Viele denken bei einer Scheidung zuerst an Unterhalt, Sorgerecht oder den Ablauf vor Gericht. Bei größeren Vermögen liegt der entscheidende Punkt jedoch oft ganz woanders: bei der Bewertung.

Nicht das Recht allein bestimmt das Ergebnis – sondern die Frage, was überhaupt in welcher Höhe angesetzt wird.

1. Der unterschätzte Hebel: Bewertung

In der Praxis geht es häufig um:
• Immobilien
• Unternehmensbeteiligungen
• Wertpapierdepots
• Darlehen und sonstige Forderungen
Bereits kleine Unterschiede in der Bewertung können zu erheblichen Verschiebungen im Zugewinnausgleich führen.

Eine Abweichung von 10 % kann schnell Beträge im fünf- oder sechsstelligen Bereich ausmachen.

2. Typische Fehler

Aus meiner Erfahrung treten immer wieder ähnliche Probleme auf:
• Bewertungen werden ungeprüft übernommen
• steuerliche Effekte bleiben unberücksichtigt
• Liquiditätsfragen werden nicht mitgedacht
• komplexe Strukturen werden zu stark vereinfacht

Das liegt nicht daran, dass Beteiligte „falsch arbeiten“, sondern daran, dass solche Themen im klassischen Familienrecht oft nicht im Mittelpunkt stehen.

3. Die Rolle des Gerichts

Gerichte müssen Entscheidungen treffen – häufig unter Zeitdruck und auf Basis der vorgelegten Informationen.
Das führt dazu, dass:
• Gutachten eine zentrale Rolle spielen
• Plausibilität oft wichtiger ist als absolute Genauigkeit
• wirtschaftliche Details nicht immer vollständig ausgeschöpft werden

4. Warum frühzeitige Struktur entscheidend ist

Die größten Fehler entstehen nicht im Gerichtssaal, sondern davor:
• fehlende Aufbereitung der Vermögensstruktur
• unklare Dokumentation
• keine strategische Einordnung der Bewertung
Wer hier früh ansetzt, kann viele spätere Konflikte vermeiden.

5. Mein Ansatz

Ich begleite Mandanten in Trennungssituationen mit Fokus auf:
• Vermögensstruktur
• Bewertung
• steuerliche Auswirkungen

Die rechtliche Vertretung im Verfahren erfolgt dabei in Zusammenarbeit mit spezialisierten Familienrechtlern.

Nachgedanke

Eine Scheidung ist immer auch ein Einschnitt.
Bei größeren Vermögen wird sie zusätzlich zu einer wirtschaftlichen Herausforderung.
Wer die Bewertung versteht, trifft bessere Entscheidungen.

PS:
Interesse geweckt? Sprechen Sie mich an!